Meine Tour durch Rom:
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Nachdem ich seit 2007 keine nennenswerten Reisen mehr getätigt habe muss ich doch wenigstens mal
wieder einen Kurztrip ins Ausland machen. Diesmal ist es die "Ewige Stadt" Rom - und mit Kurztrip meine ich wirklich kurz, denn ich möchte innerhalb von gerade mal effektiv 2,5 Tagen einiges von der Hauptstadt Italiens entdecken.
Warum nur 2,5 Tage? Da mit der letzte Tag effektiv von der Airline geklaut wurde
- leider geht der Rückflug bereits um 06:50Uhr morgens, alle anderen Zeiten waren wieder mit erheblichen Mehrkosten verbunden. Weitere Details zu Flug, Hotel und Transport werde ich in den nachfolgenden Beiträgen erläutern.
Viel Spaß
Fabian
Die Suche nach einem günstgen Flug von Hamburg nach Rom war leider sehr ernüchternd. Vielleicht war das auch der Grund, warum ich meinen Wunsch nach Rom zu reisen immer wieder verschoben habe. Die "Billigflieger" rufen zur Zeit knapp 300€ für einen Flug auf - im Vergleich dazu bekomme ich für kanpp 500€ ein Flugticket nach Bangkok!
Völlig unerwartet kam das günstigste Angebot von SWISS für 185€ (Endpreis mit allen Gebühren usw.) für den Flug von Hamburg (HAM) über Zürich (ZHR) nach Rom-Fiumicino (FCO). Das Fluggerät ist sympatischerweise ein Airbus A320 und wird im Codeshare mit Lufthansa und United Airlines betrieben. Im Hamburg geht es gegen 10Uhr los und mit einem relativ kurzen Aufenthalt von 50 Minuten in Zürich geht es ebenfalls in einem A320 weiter zum Leonardo-da-Vinci Airport in Rom-Fiumicino. Sofern es keine Verpätungen gibt, sollte sich gegen 14Uhr ankommen - da hat man doch noch etwas vom Tag...
Schon 2006 hatte mich SWISS (damals noch nicht mit Lufthansa zusammen) mit einem günstigen und guten Flug überrascht, leider sind diese Aktionen oft nur eine Ausnahme oder auf wenige Tageszeiten begrenzt. Nachteil meines Fluges ist definitiv der Zeitpunkt des Rückfluges. Ein Abflug um 06:50Uhr morgens gehört nicht gerade zu meiner Vorstellung eines gemütlichen Ausklangs des Kurztrips und kostet mich von den geplanten 3 Tagen in Rom etwa einen halben Tag.
Ihr kennt mich ja so langsam. Wenn es um einen gelungenen Kurztrip geht, überlasse ich wenig dem Zufall. Wenn ich ausreichend Zeit habe, ist eine spontane Planung des Transportmittels zum Hotel kein Problem - aber hey, hier zählt jede Minute 
Jede halbe Stunde fährt vom Flughafen ein Expresszug namens Leonardo-Express für 11€ zum Hauptbahnhof von Rom, einem Sackbahnnof namens Roma Termini. Dort kreuzen sich auch die zwei existierenden U-Bahn Linien namens A und B. Es gibt ein kombiniertes Drei-Tages Ticket "Roma Pass" für die öffentlichen Verkehrsmittel, das auch gleichzeitig Vergünstigungen für Museen und weitere Attraktionen bietet (23€).
Leider fährt der Leonardo-Express morgens erstmals gegen 6Uhr, daher musste ich mir eine Alternative für die Abreise zum Flughafen suchen. Ein Taxi würde etwa 45€ kosten, das ist aber dann die Rückfalloption, es gibt aber auch einen Nachtbus nach Fiumicino für 4,50€. Das bedeutet allerdings, das ich schon um kurz nach 3Uhr morgends das Hotel verlassen muss - dadaa, die nächste Herausforderung: ein Hotel in zentraler Lage mit einer 24h besetzten Rezeption...
Noch nie in meinem Leben musste ich so viele verschiedene Hotels bei den Reiseanbietern durchsehen. Die Preise für die drei Übernachtungen und die dafür gebotenen Leitungen variieren doch erheblich! Eventuell bin ich durch die Preise in Asien verwöhnt, aber für 50€ pro Nacht erwarte ich schon fließendes Wasser auf dem Zimmer - und bitte nicht an den Wänden
. Rund um den Bahnhof Roma-Termini gibt es eine Vielzahl von kleinen Hotels, viele allerdings eher familiär geführt und daher nur mit sehr eingegrenzten Rezeptionszeiten. Ich hatte früher schon mal fast einen geschäftlichen Termin verpasst, da ich mein Hotelzimmer morgens nicht bezahlen durfte, das Personal war noch mit dem Frühstück ausgelastet - eine Erfahrung, die ich möglicht in Rom nicht wiederholen möchte. Oh, passende Überleitung... Ein recht konstantes Leistungsmerkmal italienischer "Economy-Hotels" ist das schlechte Frühstück. In Italien wird wohl kein Frühstück im nordeuropäischen Sinne eingenommen, daher bieten viele Hotels entweder gar keins mehr an oder tun ihr Bestes, um den Gast davon zu überzeugen, dass frühstücken keine gute Idee ist. Mittel der Wahl sind dabei löslicher Kaffee und diverse interpretationen von Backwerk mit nicht ganz so diversen Variationen von Belägen.
Nach einem langfristigen Vergleich fiel die resignierte Wahl schließlich auf das Hotel Orlanda, ca. 200m vom Bahnhof entfernt in einer Seitenstrasse. Mit 70€ pro Nacht habe ich zumindest ein eigenes Bad und angeblich wird auch meine Anforderung von einer Zimmergröße >12qm erfüllt. Das Hotel stammt aus den 60er Jahren - äh, sorry ich meine 1960er Jahre - und für die drei Übernachtungen wird es sicherlich ausreichen. Vermutlich werde ich allerdings keinen WLAN Zugang im Hotel haben, daher bitte Geduld mit den täglichen Zusammenfassungen an dieser Stelle. Die oben verlinkte Website zum Hotel ist übrigens ganz nett zu lesen - eine Menge Spass für Kenner der deutschen Grammatik
. Da ich allerdings nicht dazu gehöre, vertraue ich einfach mal auf die Kundenrezensionen die sowohl die Lage als auch das Personal in den höchsten Tönen gelobt hat - ich lass mich überraschen.
Um mir ein lästiges Umherirren in den Strassen von Rom zu ersparen, habe ich mir mal das Hotel mit der Street-View Funktion von Google Earth angesehen. Ich wäre glatt an dem kleinen Schild am Hauseingang vorbeigelaufen! Anscheinend beherrbergt das Haus gleich 3-4 Hotels, daher werden die Hotelzimmer sicherlich über mehrere ehemalige Wohnungen verteilt liegen. Egal, hauptsache ein Bett um nach den Kilometern der Erkundungen zu Fuß die Beine hochlegen zu können...
In Rom gibt es einiges zu sehen. Ich bin mir sicher, dass ich in den knapp 3 Tagen nur einen oberflächlichen Eindruck der beeindruckenden Stadt am Tiber erhaschen kann. Um die zahlreichen Sehenswürdigkeiten erlärt zu bekommen muss man entweder viel lesen oder sich das ganze von einem fachkundigen Führer erzählen lassen. Mit ausreichender Zeit würde ich die erste Methode bevorzugen, leider sind aber an vielen beliebten Orten, lange Warteschlangen von Touristen zu erwarten. Daher habe ich mir doch mal die lange Liste der Anbieter geführter Besichtigungstouren angesehen. Es gibt einige Anbieter, die dank Sondervereinbarungen die Attraktionen ohne notwendiges Anstehen anbieten - allerdings zu etwa gehobeneren Preisen.
Ich habe über Viator gleich drei geführte Touren gebucht. Gleich am Ankunftstag geht es auf eine nächtliche Tour durch die dunklen Geheimnisse der römischen Altstadt. In knapp zwei Stunden werden einige schaurige, mythische oder skurile Ecken der Innenstadt gezeigt und erklärt, die bei Tageslicht eher unscheinbar wirken. Am nächsten Morgen geht es dann drei Stunden entlang der Standard Touri-Strecke durch das antike Rom und das Kolosseum, für den Nachmittag und Abend habe ich noch keine festen Pläne. Am nächsten Morgen geht es dann frühzeitig in den Vatikanstaat und in einem 3 stündigen "Dauerlauf" durch den Petersdom, die sixtinische Kapelle, die Stanzen von Raphael und natürlich dem vatikanischen Museum (für das man alleine mal einen ganzen Tag einplanen sollte, laut Kollegen).
Alle Touren werden auf Englisch durchgeführt und je nach Gruppengröße mit elektronischen Hilfmitteln (Funkkopfhörer nicht Megafon!) unterstützt. Zusammen sind das allerdings etwas über 120€ Kosten, ich kann derzeit nur auf die zahlrteichen Bewertungen anderer Touristen vertrauen, dass sich die Investition lohnt.
Bislang haben sich keine Veränderungen in meinen Reiseplänen ergeben, obwohl ich kurz davor war, ein anderes Hotel zu buchen. Preis waren nur 45€ und die Bilder sahen echt gut aus - aber die Bewertungen der Besucher... au weia!!!
Im Fernsehen kam neulich ein Bericht über die Katakomben unter Rom. Hat mich dann doch irgendwie neugierig gemacht und ich habe mal geschaut, ob das irgendwie noch in meinen "Terminplan" passt
. Es gibt anscheinend fünf touristisch erschlossene Touren in die Unterwelt, davon werden allerdings in den Reiseführern meißt nur die St. Sebastians und die St. Kallixtus Katakomben genannt. Beide liegen an der via Appia Antica, einer stellenweise noch erhaltenen Straße aus alter Zeit. Ich habe mich allerdings für den Besuch der Domitilla-Katakomben entschlossen, die Kommentare sind hier (wie bei den anderen auch) etwas zwispältig, da manche Besuchergruppen nur einmal durch die Gänge geschoben werden und das war es dann. Außerdem ist die Anreise etwas beschwerlich, da man etwas entfernt von den U-Bahnen liegt und daher auf die Buslinien angewiesen ist. Falls ich merken sollte, dass Rom zum Sightseeing Marathon ausartet, werde ich den Gang durch die Unterwelt aber voraussichtlich streichen - schließlich habe ich doch Urlaub...