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zwirn.net - Hobbies: Tanzsport

Tanzen als Hobbie


Hier findet Ihr ein paar Zeilen zu den folgenden Themen:

 


Tänzerischer Werdegang

Von einigen kurzen Pausen abgesehen, tanze ich schon seit ich 15 bin. Damals noch in der ADTV-Tanzschule, den Blick brav auf die Turnschuhe gesenkt und immer ein entschuldigendes Lächeln auf den Lippen, wenn die Tanzpartnerin wieder einen Tritt auf den großen Zeh abbekommen hat. Irgendwann war auch diese Zeit vorüber und ich habe ein kurzes Intermezzo mit dem amerikanischen Volkstanz Square-Dance gehabt. Auch das war nicht das Richtige für mich. Dann kam der Turniersport, den ich mit den lateinamerikanischen Tänzen begann, später kamen dann auch noch die standard Tänze hinzu. Nach dem wechsel der Tanzpartnerin ging es dann nur noch mit den standard Tänzen weiter, bis ich berufsbedingt auch das aufgeben musste. Eine ganze Weile war dann Funkstille, bis ich von Arbeitskollegen in einen Salsa-Schuppen geschleppt wurde. Wenige Wochen später folgte dann der erste Kurs und ichwar für einige Zeit fließig dabei. leider hat es mich beruflich nun� vollständig� nach� Hamburg� gezogen� und� ich� konnte� hier� keine� Gelegenheit� und� Tanzpartnerin� finden� -� Schade.� Tanzen� wird� aber� dennoch� weiterhin� eine� meiner� Leidenschaten� bleiben.

Die Tanzschule

Na die kennen wir doch noch aus Film, Fernsehen und leidlichen Erfahrungen aus der Jugend. Ein stets gut gelaunter Tanzlehrer übertönt laut schreiend die Walzermusik mit VOR - SEIT - SCHLIESSEN - ZURÜCK - SEIT - SCHLIESSEN. Eine Erfahrung, die keiner missen sollte, denn spätestens kurz vor der Hochzeit ereilt auch die bislang Tanzunwilligen ihr Schicksal. Und jetzt mal im Ernst - an einem Tanzkurs ist noch niemand gestorben! Den Jugendlichen sei gesagt: Paartanz (also so mit Mädschen im Arm und so...) ist nicht tot und wenn Ihr erst mal das glänzen in den Augen eines Mädchend gesehen habt, dass einem Paar beim Walzer tanzen zusieht, wisst Ihr was die Stunde geschlagen hat. Frauen haben von Natur aus eine Affinität zum Tanzen - zumindest die Mehrzahl. Lasst Euch eins gesagt sein liebe Tanzmuffel: Tänzer haben immer eine schöne Frau im Arm!


Square-Dance

Ich weiß gar nicht mehr wie ich zu diesem tänzerischen Exkurs gekommen bin. Für diejenigen unter Euch, die Square-Dance nicht kennen sei folgendes gesagt: Dieser Tanz ist ein fester Bestandteil der amerikanischen Country- und Western Szene. Auch in Europa gibt es verblüffend viele Clubs, die sich dem amerikanischen Volkstanz gewidmet haben. Square-Dance besteht aus 71 Figuren (Mainstream), die man erst mal mit Namen gut kennen muss. Aus diesen Figuren wird dann während einer - sorry - recht monotonen Musik eine Choreographie erstellt. Der Ablauf des Tanzes legt der Sänger/Sprecher durch zuruf der entsprechenden Figurnamen fest. Das nennt sich dann "calling" und dementsprechend heißt der Star der Show auch "Caller". Macht er seinen Job gut, weiß jeder Tänzer genau was er wann zu machen hat. Das Ganze sieht von außen ganz witzig aus. Ein wildes Gemenge von Paaren zu Country Musik.

Lateinamerikanische Tänze (Latein)

Früher kam im Fernsehen recht regelmäßig die Aufzeichnungen großer Tanzturniere. Mittlerweile sieht es da aber recht mager aus, obwohl deutsche Paare auch hier mit in der Spitzenklasse kämpfen. Von vielen wird der Tanzsport auch nicht als Sport angesehen. Vor einigen Jahren hat das olympische Kommitee allerdings den Tanzsport als offlizielle Sportart anerkannt - die Olympia Teilnahme steht allerdings noch in weiter Ferne. Allen, die Tanzsport auf die gleiche sportliche Stufe stellen wie Schach spielen, sei folgendes gesagt: Tänzer haben eine ausgezeichnete Kurz- UND Langstreckenkondition. Wenn Turnierpaare die Tanzfläche verlassen, sehen sie immer noch fit aus - im Gegensatz zu vielen Leuten, die einen 400m Lauf hinter sich haben. Ich habe viele Spitzensportler gesehen, die schon beim Grundschritt in Schweiß ausgebrochen sind.
Der Begriff Lateinamerikanische Tänze umfasst die folgenden "Disziplinen":

  • Samba - Brasilianischer Nationaltanz, der allerdings kaum mehr etwas mit der Straßensamba aus Rio zu tun hat.
  • ChaChaCha - Ein Tanz aus den 50er Jahren, der von vielen auch als die schnellere Variante der Rumba gesehen wird. Er sit eigentlcih aus dem Mambo entstanden.
  • Rumba - Stammt aus Kuba und wird meißt zu langsamen kubanischen Liebesliedern getanzt. Es heißt auch: Die Rumba ist die getanzte Liebeserklärung.
  • Paso Doble - Olé, hallt is in der Stierkampf Arena, wenn der stolze Torrero elegant dem Stier ausweicht und dabei sein rotes Tuch - die Capa - schwingt. Der Paso Doble ist die tänzerische Umsetzung dieser spanischen Tradition, wobei - jetzt aufgepasst die Herren - die Dame die Capa darstellt!!!
  • Jive - Passt mit seinen Rock'n'Roll ähnlichen Klängen so gar nicht ins Gesamtbild, macht aber eine Menge Spaß.

Standard Tänze (Standard)

Befrackte Herren schweben elegant mit den im wallenden Ballkleid geschmückten Damen zu klassischen Klängen durch den Saal. So sieht eigentlich das Bild der standard Tänze aus. Auf die Herren wird dabei nur selten geschaut, denn die auffällig gekleideten Damen ziehen optimalerWeise alle Aufmerksamkeit auf sich. Auch wenn diese Tänze weitaus ruhiger aussehen im Vergleich zu Latein, sind auch sie eine ziemliche Herausforderung an den Tänzer un die Tänzerin. Gerade der Eindruck der Mühelosigkeit und des gewichtlosen Schwebens über der Tanzfläche erfordert eine Menge Kraft und Ausdauer. Die Schritte müssen wesentlich präziser gesetzt werden, da ansonsten das Paar aus dem Gleichgewicht kommen kann oder die Haltung verschoben wird.
Die folgenden Tänze gehören zu den Standard Tänzen:

  • Langsamer Walzer - Stammt vermutlich aus England, was ihm auch den Namen Englisch Walz beschert. Er sit so ziemlich der Inbegriff der Standard Tänze.
  • Tango - Naja, wie der Jive nicht so richtig zu Latein passt, ist auch der Tango eigentlich aus Südamerika. Böse Zungen behaupten er sei der getanzte Liebesakt ;-)
  • Wiener Walzer - Na der sollte doch ausreichend bekannt sein. Er gilt als der älteste und traditionsreichste Gesellschaftstanz und ist der optische Leckerbissen auf jedem Ball.
  • Slow Fox - Der lässige und elegante Tanz stammt ebenfalls aus England und wird oft zu Swing Klassikern getanzt. Er ist mein persönlicher Favorit unter den Standard Tänzen, da er sehr locker und leicht dahinfließt.
  • Quickstep - Das pure Gegenteil zum Slowfox. Hier wird mit kräftezehrenden Einsatz über die Tanzfläche gefegt, oft zu fetzigen Jazz Klängen. Wer bei diesem Tanz nicht zumindest mit dem Fluß mitwippt ist nicht mehr zu retten.

Salsa

Dieser Tanz wird meisst zusammen mit den Tänzen Batchata und Merengue gespielt und vermittelt ein richtiges Urlaubsfeeling. Salsa ist eigentlich der spanische Ausdruck für Soße - eine mögliche elegante Erklärung dafür ist die Mixtur verschiedener Tanzstile zu einem würzigen und heißen Gemisch namens Salsa (stammt nicht von mir!!!). Was früher der Discofox für die Generation der John Travolta Fans war, ist für die heutige Generation der Tanzwütigen Salsa geworden. Überall werden Latino Abende und spezielle Salsa-Parties angeboten. Oft werden auch kostenlose Schnupperstunden gegeben, die oft und gerne in Anspruch genommen werden. Die sogenannten Salseros und Salseras drehen und wirbeln in komplexen Figuren über die Tanzfläche. Arme scheinen sich unumkehrbar ineinander zu verknoten, Damen bewegen sich an der Granze der Physik zur Führung der Herren. Alles überlagernd klingt die Salsa Musik, die einem einfach in die Knochen geht.
Ich bin immer wieder erstaunt, wie komplex die Figuren aussehen - und wie einfach sie zu lernen sind. Das Ganze dann leicht und lässig aussehen zu lassen ist dann die harte Arbeit (oder einfach nur Talent). Tja, ich habe noch ein ganzed Stück harter Arbeit vor mir...